BDSMLOGO

- Meine Reise in die Erotik

Welcher Unterschied ist zwischen einer Sub(misiven) und einer Sklavin und in welcher Rolle sehe ich mich?

Welcher Unterschied ist zwischen einer Sub(misiven) und einer Sklavin und in welcher Rolle sehe ich mich?

 

Wie wir ja alle schön gelernt haben, ist BDSM der Deckmantel einer sehr facettenreichen Form der Sexualität und es sind nun einmal die kleinen aber dennoch feinen Unterschiede, welche einen ganz bestimmten Reiz ausüben. Sehr oft sind es auf dem ersten Blick einfach nur Details welche den Unterschied ausmachen. Das mag man gerne als Spitzfindigkeiten abtun – muss man aber nicht.

 

Ich habe mich in vielen Communities und Chats informiert und musste dabei eine Feststellung machen… viele scheinen den Unterschied zwischen Sub und Sklavin (gleiches gilt übrigens auch für das männliche Pendant) nicht wirklich zu kennen.

 

Dass es sich für sogenannte „Vanillas“ augenscheinlich um Kleinigkeiten handeln mag, kann ich da durchaus noch nachvollziehen, aber von jemanden der BDSM aktiv auslebt, erwarte ich eigentlich schon, dass ihm/ihr der Unterschied zwischen Sub und Sklavin zumindest ansatzweise geläufig ist.

 

Die Unterschiede zwischen Sklavin und Sub wie ich sie sehe, möchte ich Euch nun aufzeigen:

 

Die Sub(missive)

 

Das Ausüben von Autorität in Form von Macht und Kontrolle durch einen Dom lässt die Sub freiwillig zu. Sie ist eine Person welche die Führung eines dominanten Menschen annimmt und akzeptiert. In diesem Zusammenhang gibt sie das Recht auf freie Entscheidungen hinsichtlich der meisten Aspekte innerhalb dieser Beziehung an diese Person ab. Auf diese Weise findet ein künstlich erschaffener Machtaustausch auf emotionaler Ebene für eine begrenzte Zeit statt – natürlich bis hin zum totalen Machtaustausch. Es ist und bleibt jedoch eine freiwillige Entscheidung der Sub, wem sie sich unterwirft und für welche Dauer. Einer Sub stehen so sehr viele Rechte zu – inklusive dem Recht, als Person respektiert zu werden und auch mal nein zu sagen, genauso wie das Recht auf Selbstbestimmung in ihrem Alltag ausserhalb des BDSM-Kontextes.

 

Die Sklavin

 

Hierbei handelt es sich um eine gänzlich unfreie Person. Sie ist das persönliche Eigentum eines Anderen ohne die Freiheit, zu wählen, wem sie sich unterwerfen will. Sie wird einfach versklavt und als solche gekennzeichnet – Sklavin ist ein Status. Ihr steht keinerlei Recht auf Selbstbestimmung zu. Die Existenz einer Sklavin hängt sehr stark von Lust und Laune ihres Besitzers ab, schliesslich ist sie Eigentum mit einem gewissen Wert. Sie wird durchaus geschätzt und geliebt, aber es wird immer eine Person alle Entscheidungen für sie treffen. Sie hat alle Entscheidungen ihres Herrn bedingungslos zu akzeptieren. Eine Beziehung zwischen Herrn und Sklavin besteht solange sie nicht verstoßen oder verkauft wird.

 

Bin ich eine Sub, eine Sklavin oder doch eher etwas ganz anderes?

 

Als ich darauf hingewiesen wurde, dass in mir wohl eher eine Sklavin wie „nur“ eine Sub stecken könnte, habe ich in mich geschaut und war verwirrt.

 

Ich bin sehr darum bemüht, es meinem Herrn „recht“ zu machen. Ein Tadel ist für mich das schlimmste. Das soll nicht passieren, das darf nicht passieren. Ist deswegen die Einschätzung ich sei mehr Sklavin richtig?

 

Viele Dinge nicht entscheiden zu müssen, Dinge nicht tun zu dürfen oder auf eine bestimmte Art zu tun, gibt mir ein Gefühl von Halt. Ein Gefühl, als wäre jemand immer bei mir und würde mich führen und grenzenlos beherrschen.  Liegt es eher daran, dass ich mehr sklavin denn sub bin?

 

Ich möchte mich hingeben, freiwillig unterwerfen.

 

Ich gebe mich nicht auf, nein. Im Gegenteil. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass ich so mit mir im Reinen war. Liegt darin mein sklavinwesen?

 

Ich vertraue, unglaublich tief und das gibt mir ein wahnsinnig tiefes Gefühl der Befriedigung, viel intensiver wie jeder Orgasmus, den ich je hatte. Es ist wie heimkommen. Es ist, als hätte ich mein Lebtag nach Irgendwas gesucht und habe es nun gefunden, ohne gewusst zu haben, was es eigentlich ist, was ich vermisse. Die Teile in mir fügen sich zusammen.

 

Ich habe mich freiwillig und ganz bewusst entschieden, die Sklavin meines Herrn zu sein!!!

 

Man könnte den Definitionen von oben entsprechend sagen:

 

Ich bin etwas ganz anders –  eine „Sklub“.

 

(schmunzel eine neue Wortkreation vielleicht sollte ich sie schützen lassen)

 

(c) Seele September2016

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert