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- Meine Reise in die Erotik

Was ist eine BDSM-Beziehung für mich?

Was ist eine BDSM-Beziehung für mich und wo ist in der Regel der Fehler, wenn eine solche scheitert?

Die letzte Zeit haben mich meine Zweifel und Gedanken in eine Stimmung versetzt, die nicht gerade gut für mich war. Aber sie lassen mich nicht los.  Die Gedankenspirale fing an sich zu drehen, als ich die Aufgabe bekam, meine Gedanken zu TPE aufzuschreiben und in meinem Block zu veröffentlichen. Nein – eigentlich war davor schon der Wurm drin, er wurde nur erst da sichtbar.

 

Ich war der Meinung, ich hätte eine Paar-Beziehung also eine Partnerschaft mit BDSM-Anteilen, wie Machtgefälle etc. Für mich gehört zu Beziehung, den Partner am eigenen Leben teilhaben zu lassen, an den Gedanken, den Gefühlen und das gilt eben auch in einer Beziehung mit BDSM und nicht nur einseitig.

 

Ich dachte jedenfalls, ich hätte am Anfang diese meine Vorstellung deutlich kommuniziert. Also ich wollte eine Partnerschaft mit Führung meines Herrn, keine Affäre / Spielbeziehung oder wie auch immer man das jetzt bezeichnen will. Ich wollte keiner Gummipuppe oder Prostituierten gleich meine Beziehung leben. Und doch landete meine Beziehung wieder einmal genau an diesem Punkt.

 

Verstehe ich eine BDSM- Beziehung nur falsch, habe ich irrige Vorstellungen oder gar Informationen, was eine BDSM-Beziehung ausmacht? Laufen deswegen die Beziehungen, die ich zu meinem jeweiligen Dom hatte, so in die für mich falsche Richtung? Suche ich mir zielsicher den für mich falschen „Dom“ aus oder kann ich meine Vorstellungen einfach nicht kommunizieren?  Versteht mich mein Dom nur nicht oder will er gar nicht verstehen?

 

Fragen über Fragen…

 

Sprüche wie „Du bist zu kompliziert“, „Du bist zu anstrengend“, „Du hast keine Ahnung von BDSM, die Sklavin hat an allem Schuld“, „Ich wasche meine Hände in Unschuld“, „Du bist psychisch labil, lass Dich therapieren.“, „Jetzt fang nicht auch noch an zu stalken, ich bestimme, wann wir uns sehen“, “Ich hab keinen Bock mich um sowas zu kümmern“ oder „Hör auf wie eine Klette an mir zu kleben“ waren da bei den jeweiligen Aussprachen nur einige, die ich an den Kopf geworfen bekam. Doch egal wie ich mich anstrenge, ich kann und will mir den Stiefel nicht anziehen.

 

Beziehungen können immer scheitern, auch eine BDSM-Beziehung. Wenn der devote Part in einer solchen Beziehung geführt wird, so entbindet ihn das kaum von Verantwortung, Das ist wie beim Autofahren. Der Fahrer lenkt das Fahrzeug der Beifahrer sitzt daneben. Beide können beitragen heil ans Ziel zu gelangen, wenn der Beifahrer zum Beispiel auf eine Gefahr nicht aufmerksam macht, kann ein Unfall passieren. Aber letztendlich trägt immer der am Steuer Sitzende die Verantwortung, er muss jederzeit in der Lage sein Gefahren zu erkennen und zu vermeiden.

 

Und deswegen hat für mich der Herr in einer solchen Beziehung ein höheres Maß an Verantwortung, er hat den Führungsanspruch und gestaltet somit aktiv die Beziehung, nimmt also mehr Einfluss auf die Entwicklungen. Wenn der Herr führt, und es geht in die falsche Richtung, dann fehlte ihm wohl entweder der Überblick, das Vermögen Verantwortung zu tragen oder er hat schlicht falsch geführt. Und aus der Nummer hilft ihm auch kein „Ich hab keinen Bock auf so was“ raus.

 

© Seele 2018

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