Verunsicherung pur … ich hab den Boden verloren…..
Da dachte ich endlich meine Nische gefunden zu haben, endlich zu wissen, was ich bin, wo meine Neigung liegt und dann krieg ich einen Satz an den Kopf geknallt, der mich total aus der Bahn wirft.
„Du hast ja gelogen, Du bist gar nicht maso!“ Doch was ist wirklich dran? Wollte mich mein Ex-Dom damit nur verunsichern, um besser dazustehen, weil er mein Tabu übertreten hatte? Er kannte mich schließlich besser als ich mich selber.
Gelogen hatte ich nicht, soweit war das klar, denn nicht ich habe mich als „masochistisch“ eingestuft, sondern der BDSM-Test hat eine 76% Maso-Tendenz als Ergebnis ausgeworfen. Doch ist es wirklich so einfach?
Ich liebe es den Hintern versohlt zu bekommen, ja durchaus auch härter, aber bin ich deswegen schon masochistisch? Oder schließt sich das Masochistische eher aus, weil ich bei allen andren Schmerzformen eher eine Memme bin?
Bin ich keine BDSMlerin, weil ich Klammern und Co. an andren Körperteilen als meinen Hintern zu vermeiden suche wie der Teufel das Weihwasser und daran auch keinen Gefallen finden kann, um meinem Herrn zu erfreuen?
Es scheint einfach so, dass wenn es um Schmerz geht, ich nicht mehr aus einem Körper bestehe, dass mein Hintern ausgeklammert ist. Geht das? Kann man den Schmerz nur partiell lieben?
Eure Seele, die gerade fast schon verzweifelt den BDSM-Boden unter den Füßen sucht.
© Seele 2018