BDSMLOGO

- Meine Reise in die Erotik

25 Die Magd des Maequis de Sade

Die Magd des Maequis de Sade

Wie immer, wenn sich der Graf herabließ durch seine Dörfer zu ziehen und diese zu begutachten, herrschte eine gespannte Stimmung. Seine Untergebenen hatten Angst vor ihm und das war gut so. Sie hatten Geschichten gehört. Geschichten von Unzucht, von Folter, von Mord, von Gefängnis und Wahnsinn. Von jedem seiner Ausflüge ins Dorf brachte er sich Mädchen mit auf seine Burg. Keines dieser Mädchen wurde je wiedergesehen. Jeder wusste, was es zu bedeuten hatte, wenn er seinen großen schwarzen Hengst durch die Dorfstraßen bis zum Marktplatz trieb. Niemand konnte etwas dagegen tun, sie gehörten ihm …alle…er war der Herr und er bestimmte über Leben und Tod – im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Sieghild war keine Schönheit, aber sie hatte etwas, das ihn magisch anzog. Schon als er in das Dorf einritt, war ihm die junge Frau aufgefallen. Sie stand unter den anderen Mägden auf dem Marktplatz – nichts Besonderes. Sie war nur eine Magd, eine von vielen und doch hob sie sich von den anderen ab, stach aus der Masse heraus. Sie war so adrett und sauber als wäre sie direkt aus dem Badehaus auf den Marktplatz getreten. Ja genau das war es, was ihm sofort aufgefallen war, ihre Reinlichkeit. Für sie wäre es wahrlich besser gewesen, ihm nicht so aufzufallen.

 

„Oh mein Gott, bitte nicht ich “, dachte sie, als ihr bewusst wurde, wen er ansah, als er von seinem Pferd sprang. Es war nicht nur das Geld und der Titel, die seine dunkle Macht ausmachten. Es war so viel mehr. Sie hatte Angst vor ihm. Es waren die Geschichten, die sie über ihn gehört hatte, Geschichten, die sich die Frauen beim Waschen erzählten. Und es war etwas in seinen Augen, in seinem Blick, wie er sie verschlang. Sieghild konnte vor Angst kaum noch atmen, denn der Herr, er hatte gefährliche Augen. Braune, gefährlich blitzende Augen, die sie anstarrten von oben bis unten. Sie fühlte sich unwohl -durchbohrt- nackt.

 

Die Menge teile sich und er ging auf sie zu. Etwa 5 Meter vor ihr blieb er stehen und streckte die behandschuhte Hand in ihre Richtung. „Komm her, mein Kind.“, sagte er, doch sie hörte es kaum. Das Blut kochte ihr in den Ohren vor Angst. und sie verstand nicht warum er sie so nannte. Kind. Sie war kein Kind, sie war eine Frau. Oder war sie es nicht? „Na komm schon her“ deutlich war seine Ungeduld in der Stimme zu vernehmen.  Die Frauen und Männer auf dem Marktplatz hielten die Luft an, dann schauten sie sie an zum Teil mit flehenden Blicken, zum Teil mit Ungeduld und ja auch zum Teil mit Wut in den Augen. Sieghild ließ resignierend die Schultern hängen, schluckte nervös doch schließlich trat sie schüchtern näher.

 

Es ist totenstill auf dem gefüllten Marktplatz, während der Graf sich seiner Handschuhe entledigt. Dunkle Wolken toben am Himmel. Eine gespenstische Atmosphäre. Mit gesenktem Blick bleibt sie vor ihm stehen. Fast kann man ihren Herzschlag hören. Der Graf nimmt Sieghilds Kinn in seine Hand und hebt es an, zwingt sie so, ihn anzusehen. „Du hast 5 Minuten um zu packen und Dich zu verabschieden!“ und Sieghild sputet sich dem Befehl Folge zu leisten. Viel hat sie sie nicht zu packen und da sie keine Angehörigen im Dorf hat, fällt auch der Abschied schnell und vor allem leise aus. Ein kurzes Nicken ihrerseits in die Menge ein zufriedenes Nicken der Menge zurück.

 

Fast erleichtert sehen sie aus die Dörfler, die Menschen, mit denen sie die letzten vier Jahre verbrachte, die Menschen die sie, die Waise, damals bei sich aufgenommen hatten., die Menschen, die ihr Familie geworden waren. Der Graf nimmt ihr ihr Bündel ab und übergibt es an den Reiter hinter sich, dann steigt er auf seinen schwarzen Hengst. Noch ehe Sieghild sich darüber im Klaren ist, was nun folgen wird, zieht der Herr sie zu sich hoch und setzt sie quer vor sich auf den Widerrist des Pferdes. In schnellem Galopp verlassen die Reiter das Dorf und streben der Burg zu.

 

Vier Tage war es jetzt her, seit der Herr Sieghild zu sich auf die Burg geholt hatte. Vier Tage in denen sie lediglich eine junge Magd zu sehen bekommen hatte, die ihr Essen und den Waschzuber zum Baden in ihre Kammer gebracht hatte. Die Scheiben der Fenster waren rußgeschwärzt, so dass Sieghild weder die Gitter davor, noch Sonne Mond und Sterne, noch sonst etwas in ihrer Umgebung wahrnehmen konnte. Es gab ein Bett einen Stuhl einen kleinen Tisch, an dem sie ihre Mahlzeiten einzunehmen hatte und eine Truhe, in der sie ihre zum Bündel gepackten Habseligkeiten wiedergefunden hatte. Die Kammer war die ganze Zeit verschlossen gewesen. Sieghild war gefangen. Doch jetzt hatte die Magd sie geholt und in die Bibliothek zum Grafen gebracht.

 

Der Sessel war groß, in dem er saß. Groß und wuchtig und dennoch wirkte er darin nicht klein im Gegenteil eher noch mächtiger.  Der Graf war nicht alt, aber er war bei Gott auch nicht mehr jung. Seine Haare trugen schon erstes Grau, auch wenn seine Perücke es verbarg.  Schüchtern trat sie näher, knickste. Sie hielt den Blick gesenkt. Sie wusste nicht, was er von ihr wollte. „Na komm schon her.“ Schüchtern trat sie näher. Aus dem Augenwinkel sah sie das Prasseln des Kaminfeuers. Lustig sah es aus. Lustig, fast schadenfroh als wüsste es, was mit ihr geschähe noch bevor sie selbst es wusste. Der Graf schien es zu genießen, dass Sieghild nicht wusste, was auf sie zukam. Warum sollte er? Es war die natürliche Ordnung, dass ein Herr von seinem Rang Dienerschaft hatte und diese nach Belieben zu sich bestellte. Sie war seine Magd. Es war natürlich an jedem Tag geschah dies überall auf der Welt.

 

„Es stimmt ich habe es jeden Tag, vor allem aber will ich es jeden Tag. Du wirst gehorchen so wie alle vor Dir. Hübsches, kleines Kind. Komm her.“ Sie erschrak fast, weil er laut aussprach, was sie gerade gedacht hatte. Er streckte seine Hand nach ihr aus, doch sie schreckte zurück. „Komm schon näher.“ Schüchtern trat sie näher. „Setz Dich neben mich.“ Seine Stimme bebte und sie wusste nicht warum. Es gab keinen Sessel neben seinem. Ganz allein stand der Sessel da vor dem Kamin. Ganz allein. Verwirrt blickte sie sich um. „Setz Dich.“ Der Ton war befehlend. Sie wusste nicht was sie tun sollte. Erst als sein Blick auf den Boden traf, verstand sie ihn und zögernd setzte sie sich.

 

Sie wusste nicht was er wollte. Woher auch? Sie war nur ein Kind. Erzogen, katholisch. Es gab nur einen wahren Glauben, nur eine Rettung, nur einen Himmel, nur einen Gott, nur eine Hölle. Sie hatte Angst vor ihrem Grafen. Die Leute sagten, er würde in der Hölle schmoren.  „Ich bin nicht der für den Du mich hältst.“ Drang seine Stimme in ihr Bewusstsein. „Ich halte Euch für niemanden.“, brach es fast trotzig aus ihr heraus. „Doch, mein Kind. Ich weiß, was man über mich sagt. Man sagt ich sei der Teufel.“ Ihr Atem ging lauter als sie beabsichtigte. Eine Frage geisterte in ihrem Kopf „Seid Ihr es, Herr?“ doch Sie wagte nicht zu fragen. Er schmunzelte.

 

Er schmunzelte als könnte er ihre Gedanken lesen und doch wusste sie, dass es unmöglich war. Da saß sie also, blickte zu ihm hoch. Die teuren Kleider, die dunklen Augen, das graue Haar der Perücke. „Zieh Dich aus!“ Das hatte sie nicht richtig gehört, oder doch? Das konnte er nicht wollen, das durfte nicht sein. Sie schluckte und schluckte, langsam schüttelte sie ihren Kopf und ihre Frisur löste sich auf. Die mühsam zusammengehaltenen braunen Locken fielen ihr auf die Schultern und den Rücken hinunter.

 

Doch um was hatte er sie gebeten? Was heißt gebeten, er hatte befohlen. Das konnte sie nicht. Sie war ein keusches Mädchen, ein gutes Mädchen, ein katholisches Mädchen. Ihre Tage waren geprägt von harter Arbeit, die ihre Knochen schnell altern ließ, die ihre Haut in nur wenigen Jahren aschfahl werden lassen würde. Ihr braunes Haar, bald würde es verblassen, bald wäre ihre Schönheit, ihre Jugend verwelkt. Doch ihn schien das nicht zu stören, denn noch – noch blühte sie.

 

„Zieh Dich aus, mein Kind.“ Seine Stimme war sanft. Doch sie wusste, er konnte auch anders. Sie hatte es gehört. Geschichten, Gerüchte, das Gewisper alter Frauen. Sie wollte es nicht glauben. Er war ein netter Mann. Oder doch nicht? Sie blickte zu ihm hoch, Fragen in den Augen und doch, da war etwas in den seinen. Sie mochte ihn. Sie mochte ihn und immerhin, er war ein Graf, er wusste was er tat, oder nicht? Sie mochte ihn. Er war immer gut zu ihnen gewesen, immer gut zu ihrer Mutter, die zu ihm gekommen war, eine Hure schwanger von einem Freier, verraten, einsam, ohne Geld, ohne alles. Er hatte sie aufgenommen, obwohl sie keine Ahnung hatte von den Pflichten einer Magd. Sie mochte ihn.

 

Langsam griff sie hinter sich, griff an ihren Rücken und fand die Schnürung ihres Kleides. Sie öffnete sie. Er war ein guter Mann, er würde ihr nichts tun. Nein, das würde er nicht. Der Graf lächelte. Lächelte als er zu ihr hinstarrte, dem kleinen Mädchen, das katholisch erzogen worden war. Katholisch! War das zu glauben?! Und doch er sah wie ihre Hände die Schnürung ihres Mieders lösten, sah wie sie gehorchte.

 

Ihre Hände, weiß wie Elfenbein waren sie. Sie kam kaum an die Sonne, zuviel Arbeit. Er machte das mit Absicht. Er ließ sie arbeiten, Tag und Nacht, tief im Keller damit sie ja diese wunderschöne elfenbeinfarbene Haut behielt. Wollte nicht, dass sie aussah wie eine Bäuerin, braungebrannt von der Arbeit auf dem Feld, nein, er wollte sie elfenbeinfarben, wunderschön. Wunderschön. Eine Puppe, eine Porzellanpuppe.

 

Und heute… heute… heute endlich würde er sie testen. Sie mochte ihn, er wusste das. Und er gedachte das auszunutzen. Oh, sie hatte auch Angst vor ihm. wegen der Geschichten und Gerüchte, dem Gewisper alter Frauen, aber das Mögen überwog die Angst bei weitem. Sie würde nicht davonlaufen. Als ihre Finger nun auch die Schnürung ihres Kleides öffneten… oh… er hätte sie am liebsten berührt, doch er konnte nicht, er wollte nicht, er musste warten. Dieses Spiel, dieses Mädchen sollte sein Meisterwerk sein. Er wollte sie formen. Er wollte sie nicht zwingen. Er wollte, dass sie sich freiwillig ergab. Es hatte noch Zeit. Natürlich hatte es das.

 

Das Kleid fiel von ihren Schultern. Keusch, keusch und verschüchtert bedeckte sie ihren nackten Oberkörper mit ihren Händen. Oh… porzellanweiß. Perlmutt und Elfenbein. Wie ihre Hände, so auch ihre Brüste. Weiß und pink, wunder, wunderschön. Und dazu das weiche Haar, wie es ihr über die Schultern fiel. Verschüchtert, wie sich ihre Wangen röteten. Er würde sie nicht berühren. Na ja, vielleicht ein bisschen. Er hatte Mühe seinen Atem zu kontrollieren. Schon ging er schneller, hektischer. Er wusste was er tat. Er hatte sich unter Kontrolle. Oh ja, es bereitete ihm Mühe, natürlich tat es das, aber sie war bei Gott nicht die erste Frau, die er nackt sah und doch sie war oh… so katholisch. Ja, er hatte sich im Griff.

 

„Komm näher, mein Kind.“  Noch näher kommen? Sie war ihm doch schon so nah. Sie lehnte an der Armlehne seines Sessel. Sie wollte ihm nicht noch näher kommen. Sie wollte ihn nicht berühren. Sie fühlte sich nicht wohl. So war sie nicht erzogen. Das Feuer prasselte lustig vor sich hin, als wüsste es, was er mit ihr vorhatte und würde lachen über ihre Naivität und ihre Unschuld. Langsam, langsam drückte sie sich näher an ihn. Nein, nicht an ihn, sie drückte sich an die Lehne, wollte ihn nicht berühren. Er war ein Mann, sie war nur ein Mädchen. Sie wollte ihm nicht zu nahe kommen.

 

Plötzlich spürte sie seine Hand. Aber so sanft… So sanft lag sie auf ihren Haaren, in ihren braunen Locken. Er grub seine Finger hinein. Ganz sanft nur lag seine Hand auf ihrem Kopf. Sie konnte sich nicht bewegen, ihre Arme nicht von ihrem Oberkörper nehmen. Sie schämte sich und doch fühlte sie sich seltsam beruhigt und seltsam… friedlich… mit seiner Hand auf ihrem Kopf. Er schmunzelte. Er hatte sie. Wie sie da kniete vor ihm, an seinen Sessel gepresst, wie ein kleines Hündchen. Denn das war sie, nicht wahr? Mehr war sie nicht. Sie zitterte und versuchte es zu verbergen. Oh wie schnell sie sich beruhigte, wenn er sie berührte auch wenn es nur diese Hand auf ihrem Haar war. Er brauchte sie nicht einmal zu streicheln, brauchte nicht einmal irgendetwas zu sagen. Nein, sie beruhigte sich einfach nur unter seiner Berührung. Er würde sie nicht erschrecken, er würde ihr nicht wehtun. Dazu hatte er noch genug Zeit. Oder etwa nicht? Warte …sagte er zu sich – warte.

 

„Meins!“ sagte er laut- fast zu laut und sie zuckte zusammen. Beinah schon wollte sie aufstehen, doch der Druck seiner Hand auf ihrem Kopf hielt sie an Ort und Stelle…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert