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- Meine Reise in die Erotik

01 Samia die Wüstenblume

Samia

Samia die Wüstenblume

Samia ist blutjung und bildhübsch und sie weiß, dass sie verdammt gut aussieht. Die langen pechschwarzen Haare, die dunkelbraunen fast schwarzen Augen und die mandelfarbige Haut verleihen ihrem schlanken, 1,58 m kleinen Körper eine exotische Ausstrahlung. Sie ist bekannt wie ein bunter Hund in Oregon County, was wohl eher ihrem Temperament zuzuschreiben ist, denn ihrem Aussehen. Sie ist ein Wildfang und treibt ihren Vater Marioc damit schier zur Verzweiflung. Auch das weiß sie und sie schämt sich in stillen Momenten auch dafür, aber meistens obsiegt ihre Frohnatur und alle Gewissensbisse sind vergangen und vergessen. Marioc ist Betreiber einer ziemlich erfolgreichen Farm, die allerdings nicht ihm sondern seinem Bruder Akcian gehört, der  in den USA nicht heimisch werden konnte und darum wieder in die Heimat zurückkehrte.

 

Samia wuchs frei und ohne die kulturellen Zwänge ihrer Ahnen auf und alleine dafür sollte sie ihrem Vater dankbar sein. Stattdessen tanzt sie ihm mit ihren knapp 19 Jahren auf der Nase herum und genießt sogar noch seine schiere Verzweiflung. Sie braucht dringend einen Ehemann schrieb ihnen Akcian nicht zum ersten Mal in seinen zahllosen Briefen und Marioc wusste, dass sein Bruder Recht hat, aber wie sollte er für diesen Wildfang je einen Mann finden?

 

 „Was soll ich denn mit einem Mann? Ich habe doch Dich Papisch“ pflegte Samia stets zu sagen, wenn Marioc wieder grübelnd über einem von Akcians Briefen saß und damit war die Sache meist schnell wieder erledigt. Samias Mutter war gestorben, als Samia vier Jahre alt war und ihr Vater hatte es versäumt, dem Mädchen Grenzen aufzuzeigen, das Ergebnis war ihre nicht zu bändigende Freiheitsliebe und ihr Sturkopf. Und dann nahm das Schicksal, Karma oder was auch immer seinen Lauf.

 

 Mariocs 70. Geburtstag stand vor der Tür, die Farm war auf Hochglanz poliert und selbst Samia schlug in dieser Woche einmal nicht allzu arg über die Stränge. Jeder war mit Vorbereitungen beschäftigt, Freunde und Verwandtschaft eingeladen, die Gästequartiere vorbereitet, das Personal aufgestockt. Dass dieser Tag auch für Samia ein sehr bedeutender werden sollte, hatte ihr Vater ihr verschwiegen. Er fürchtete zu Recht einen Eklat, hätte er sie über seine und Akcians Pläne, sie möglichen Heiratskandidaten vorzuführen, in Kenntnis gesetzt. „Hoffentlich wird sie mir irgendwann verzeihen, dass ich sie zu ihrem Glück zwingen muss, aber ich werde nicht immer bei ihr sein können, dazu bin ich zu alt und zu krank.“, denkt sich Marioc in diesen Tagen immer öfter.

 

Samia hatte sich vorgenommen, das Pferderennen zu Ehren ihres Vaters auf ihrem Rappen Black Thunder zu starten, allerdings wollte sie dafür einmal nicht wie üblich in Cowboymanier ausgestattet selber teilnehmen, sondern eher wie eine spanische Donna ihr Pferd  besteigen und die Teilnehmer zur Startlinie bringen. Das war aber auch das einzige Zugeständnis, dass sie zum Geburtstag ihres Vaters auf sich nehmen wollte, ansonsten sah man sie niemals in Kleidern. Sie hielt Kleider stets für unnützen Firlefanz und konnte mit den Gesprächen ihrer Altersgenossinnen über Mode und Schminke nichts, aber schon gleich gar nichts anfangen. Jungs waren ihre steten Begleiter, doch während sie Samia heimlich anhimmelten, sah diese in ihnen nur den Kumpel.

 

Der stete Strom der Gratulanten riss nicht ab, schon ab 9 Uhr am Morgen versammelten sich Freunde, Nachbarn und Verwandte aus nah und fern, um Marioc zu huldigen. Es war eine laute fröhliche Menge, die sich dort ansammelte. Akcian war mit einem Gefolge von fast 30 Personen angereist und beanspruchte fast die komplette zweite Etage des Hauses für sich, lediglich Samias Zimmer bildete hier eine Ausnahme und genau dorthin hatte sie sich verkrochen. Sie konnte sich nicht überwinden, sich vor allen als „Frau“ zur Schau zu stellen. Sie kam sich so unecht vor.

 

Auf dem überdachten Balkon mit der hohen Brüstung beobachtete sie das stetige Kommen der Gratulanten und wägte sich in Sicherheit, doch sie war schon längst entdeckt worden. Zwei pechschwarze Augen folgten glühend jeder ihrer Bewegungen. Diese Augen gehören Achmed, dem 34jährigen Nachbarn von Akcian, der nach einem längeren Aufenthalt in den USA nun wieder in die Heimat zurückkehrt und um nicht ganz allein reisen zu müssen, sich dem Gefolge von Akcian angeschlossen hat.

 

Die geschnürten Stiefel, die Samia zum weitausladenden schwarzen Carmen Rock und dem weinroten samtenen Schnürmieder trägt, fangen schon jetzt an zu drücken und sie bedauert zutiefst, nicht ihre normalen Cowboystiefel tragen zu können. Das Mieder betont ihre Oberweite mehr als nur etwas und Samia bedauert auch hier, nicht ihre normalen Flanellcowboyhemden tragen zu können, die ihre Brust vor den neugierigen Blicken der Männer verbergen würden. Fieberhaft überlegt sie, wie sie diesen Mangel ausgleichen könnte.

 

Aurelia, ihr Hausmädchen und seit Samia denken kann die gute Seele der Farm, hatte mit Samias Frisur ein wahres Kunstwerk vollbracht. Ihre wilde schwarze Mähne war zu einem nach hinten zusammen gefassten Zopf drapiert, aus der einzelne Locken den Nacken und Samias Gesicht umschmeichelten. Blutrote Ohrringe, die Samia an ihrem 18. Geburtstag von ihrem Vater bekommen hatte, waren der einzige Schmuck, den sie trug und diese brachten ihren schlanken Hals sehr gut zur Geltung, zu gut wie Samia fand.  Auch der heimliche Betrachter mit den glühenden schwarzen Augen beschäftigte sich mit dem schlanken Hals von Samia, allerdings gingen seine Gedanken in eine komplett andere Richtung als die ihren.

 

Achmed kann kaum den Blick von der Schönheit auf dem Balkon vor seinem Fenster abwenden. Hinter dem Vorhang verborgen, prägte sich jede Einzelheit dieses einladenden Körpers in sein Gehirn ein. „Du wirst mir gehören und Du wirst meinen Kragen tragen und sonst nichts! Und Du wirst Dich vor Lust und Schmerz vor mir winden, meiner Macht und meinem Willen ausgeliefert“, murmelt er leise sein Versprechen in Richtung Samia. Dann wendet er sich hart ab und begibt sich nach unten, das Rennen soll gleich starten und anschließend beim großen Festmahl kann er sie ja schließlich weiter beobachten.

 

Doch vorher muss er noch etwas erledigen. Er hofft unbeobachtet den Pass von Samira an sich zu bringen, als er nach unten in das Büro von Marioc schlüpft. Sein Vorhaben gelingt und erneut murmelt er für Samia ein Versprechen: „ Noch heute gehörst Du mir, meine Schöne“ und die Vorfreude darauf schießt ihm heiß in seinen Schoß. Schnell tätigt er noch ein paar Anrufe unter anderem mit dem Flughafen, wo er seinen Privatjet hinbestellt hat.  Er setzt die Crew davon in Kenntnis, dass die Maschine noch heute zum Flug in die Heimat bereitgehalten werden muss und dass er gedenkt diese Reise nicht allein anzutreten.

 

Samia spürt eine Gefahr, die feinen Härchen im Nacken richten sich auf und sie dreht sich um, um nach zu sehen, was denn da lauern könnte, doch sie kann nichts entdecken. Sie schüttelt den Kopf und jetzt fällt ihr auch ein, wie sie ihren auffallend freizügigen Ausschnitt verbergen kann. Flink geht sie in das Zimmer, indem Ihr Vater die Andenken an die Mutter aufbewahrt und holt sich die schwarze Spitzenstola, die ihre Mutter ständig getragen hat. Sie legt sie sich um die nackten Schultern und verknotet sie geschickt auf ihrem Ausschnitt. Dann eilt sie die Hintertreppe hinunter und begibt sich zu Black Thunder in den Stall, der bereits gesattelt und herausgeputzt auf sie wartet.

 

Jack, dem alten Cowboy auf Norfolk, der heute die Aufsicht über die zum Rennen gemeldeten Pferde innehat, fallen fast die Augen aus dem Kopf. So kennt er die kleine Samia gar nicht. Anerkennend pfeift er durch seine Zahnlücke und Black Thunder wiehert zustimmend. Samia muss lachen und so lockert Jack ohne es zu ahnen, Samias Unsicherheit.

 

Alle Teilnehmer des Rennens sind bereits auf dem Vorplatz versammelt und warten nur auf Samias Erscheinen. Jack stellt sich an Samias Seite und hilft ihr in den Sattel. Mit einem aufmunternden Klaps an Thunder öffnet er das Stalltor und tritt grinsend zur Seite. „Sie wird heute für eine riesen Überraschung sorgen und so einigen Jüngelchen werden die Stielaugen aus dem Kopf fallen. Marioc kann stolz auf sein hübsches Mädchen sein.“, denkt Jack und macht sich wieder an seine Arbeit. Samia freut sich diebisch über das Gesicht von ihrem Vater, wenn sie ihm in diesem Aufzug vor die Augen reitet, doch leider hat sie dabei die ganzen anderen Männer vergessen, die sich in der Nähe ihres Vaters aufhalten werden. Und so kommt, was denn kommen muss.

 

Samia begibt sich mit Thunder zu den bereits in Reihe aufgestellten Teilnehmer des Rennens. Und plötzlich verstummen alle Geräusche, man könnte eine Stecknadel fallen hören, lediglich der Hufschlag ihres Pferdes unterbricht die unheimliche Stille. Jeder aber auch absolut jeder starrt die hübsche junge Frau auf ihrem Pferd mit zum Teil offen stehendem Mund an. Achmed kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als er Samia beobachtet. Einer der Reiter, ein junger Heißsporn fällt, weil er nicht aufpasst vom Pferd, weil dieses sich mit dem neben ihm stehenden nicht verträgt und nach diesem auskeilt und damit ist es vorbei mit der Ruhe.

 

Mit zitternden Händen setzt sich Samia an die Spitze. Sie führt die Gruppe an der Ehrentribüne vorbei, auf der ihr Vater und Akcian mit seinen Freunden sitzt, lauter alten Männern, die sie bis auf Akcian alle lüstern anstarren. Samia bekommt eine Gänsehaut, weil sie daran denken muss, wie nah diese ihr beim Festmahl nachher kommen werden. Sie muss einen Würgereiz mit aller Macht unterdrücken. Nur ihr Vater schaut sie stolz und zu Tränen gerührt an und Samia weiß, dass sie heute ihrem Vater das fast größte Geschenk seines Lebens gemacht hat, nur in welchem Ausmaß soll und wird sie nie erfahren.

 

Das Rennen ist gelaufen und ausgerechnet Clark der arrogante Schnösel der Nachbarfarm hat gewonnen. Als Samia ihn den Preis übereicht, flüstert er ihr lüstern zu: „Nachher beim Ball gehört mir Dein Arsch für mindestens drei Tänze“ Samia kann ein Schaudern nicht unterdrücken. Bevor sie sich versieht, küsst Clark sie wild und fordernd vor versammelter Mannschaft und als sie ihm daraufhin eine schallende Ohrfeige verpasst, lachen die älteren Cowboys ihres Vaters laut. Damit ist der Volksfestcharakter der Feierlichkeit wieder hergestellt.

 

„Gut gemacht meine kleine Wildkatze! Deine Lippen werden nur noch mir gehören!“, denkt Achmed und kann kaum ein Auge von Samia lassen. Ihm fällt auf, dass nur verheiratete Frauen anwesend sind, also alle außer Samia – zumindest bis jetzt. Ob das auch nachher beim Festmahl und dem anschließenden Ball so sein wird, kann er allerdings im Vorfeld jetzt nicht sagen, denn er kennt die Gästeliste nicht.

 

Die Gäste verteilen sich auf der ganzen Farm.  Samia bringt Thunder in den Stall zurück. Jack sattelt ihn ab und betrachtet Samia dabei von der Seite.  „Mädchen Du hast doch etwas auf dem Herzen, magst erzählen?“, fragt er. Samia schluckt, dann sagt sie: „ich werd das Gefühl nicht los, dass ich nicht mehr lange hier sein werde und das macht mich traurig. Papisch sieht so müde und alt aus, Jack. Wenn ich mal nicht mehr da bin, geht er ein wie eine Primel. Ich fürchte er will mich verheiraten“. Jack reibt sich den DreitageBart und meint dann: “Ach Mädchen für Dich ‚nen Mann da müsste Dein Vater backen oder zaubern können. Du wirst hier auf Norfolk uralt werden, Mädchen!“ Denken tut er allerdings etwas anderes, weil er die Pläne von Marioc leider nur zu genau mitbekommen hat. „Die arme, sie hat etwas Besseres verdient, als an die alten Knacker verschachert zu werden“.

 

Achmed ist unruhig, er hat Samia seit sie ihr Pferd in den Stall brachte nicht mehr gesehen. Er streift fast wie ein gehetzter Tiger über die Farm. Wo ist sie nur? Ob sie sich wieder in ihr Zimmer verkrümelt hat? Verstohlen schaut er zu dem kleinen Balkon hoch, aber dort zeigt sich Samia bis jetzt nicht. „Der Kerl, der das Rennen gewonnen hat, wird niemals wieder seine schmutzigen Hände an Dich legen, das schwöre ich. Du gehörst mir ganz und gar“ denkt er grimmig.

 

Bis zum großen Festmahl sind es noch reichlich zwei Stunden und er hat noch einige Vorbereitungen zu treffen, aber immer wieder suchen seine Augen die Farm nach Samia ab. Er geht auf sein Zimmer nur um den Balkon im Auge behalten zu können. Kurz darauf klopft es, sein Diener Mustafa steht vor der Tür. Er sagt nur, dass alles vorbereitet ist und dass das Pferd gleich geholt werden kann. Achmed antwortet lächelnd:“ Nein erst wenn das Diner am Laufen ist, sonst gibt es zu viel Tamtam. Ich werde Dir ein Zeichen geben. Lasst den alten Cowboy am Leben, er kann nichts für meine Pläne. Bring mein Gepäck schon zum Flughafen. Für die Herrin des Pferdes brauchen wir nichts weiter!“.

 

Aurelia ist nun seit einer Stunde dabei, Samia für das Festessen und den Ball heraus zu putzen. Ungehalten schimpft sie mit Samia, die sich ständig weigert den Spitzenschal weg zu legen und wie ein Irrwisch durch ihr Zimmer läuft: „Samia halte endlich still, sonst kriege ich die Frisur nicht hin. Schlimm genug, dass ich Dich erst aus dem Stall holen musste. Du willst doch gleich eine richtige Lady sein. Himmel, wann bist Du endlich kein Irrwisch mehr? – Herr im Himmel, hilf mir, diesen chaotischen Wirrkopf zu bändigen. – Leg endlich diesen Schal weg, der passt nicht zu Deinem Ballkleid. Samia, jetzt setz Dich endlich hin. “ Samia denkt nur:“ Ich will doch gar keine Lady sein, wollte ich nie!“ und läuft weiter wie ein aufgescheuchtes Huhn durch ihr Zimmer.

 

Trotz alledem schafft es Aurelia an Samia ein wahres Kunststück von Frisur zu vollbringen. Sie hilft dem Mädchen in das Ballkleid. Zufrieden bewundert sie Samia, die blutroten Ohrringe unterstreichen Samias Schönheit und bilden mit dem weinrot des Ballkleides eine wunderbare Einheit. Das enge Mieder des Kleides bringt Samias zarten Hals und ihre weiblichen Formen sehr gut zur Geltung. „So Marioc, wenn sie heute keinen Mann findet, weiß ich es auch nicht“, denkt Aurelia und schiebt Samia sanft zur Zimmertür. „Es ist Zeit nach unten zu gehen, Mädchen!“, sagt sie mit einem aufmunternden Lächeln und schiebt Samia aus dem Zimmer. Kaum ist die Tür geschlossen bricht Aurelia in Tränen aus. „Diese sabbernden alten Wichte… keiner wird mein Mädchen gut behandeln. Warum nur sucht dieser Achmed keine Frau, was ist bei ihm verkehrt?“

 

Samia nimmt allen Mut zusammen, strafft die Schultern und geht langsam die geschwungene Treppe nach unten in die große Halle. Sie ist kaum auf der Hälfte angekommen, als sich alle anwesenden Damen und Herren zu ihr umwenden. Totenstille herrscht plötzlich. Während die Männer sie lüstern fast sabbernd beobachten, fallen von den anwesenden Damen nur neidische Blicke auf Samia.

 

Durch die Gäste schiebt sich die Gestalt ihres Vaters, er kommt Samia entgegen und geleitet sie bis zum Fuß der Treppe. Mit Samia am Arm bittet er seine Gäste zu Tisch. Achmed hält sich total im Hintergrund glühenden Auges beobachtet er die geifernden Männer, läßt dabei aber Samia nicht aus den Augen. Die ihm zugewiesene Tischdame könnte sich fast über zu wenig Aufmerksamkeit seinerseits beklagen, gerade so kann er den Bruch der Etikette vermeiden. Zum ersten Mal an diesem Tag ist er froh, dass Samia von ihrem eigenen Vater geleitet wird und er keinem anderen Mann dafür an den Kragen gehen muss, weil er Samia berührt.

 

Alle Herren geleiten ihre Tischdamen an die große Tafel. Samia und ihr Vater sitzen vor Kopf, gesäumt von Akcian und seinem Gefolge und da sich Achmed dazu zählen darf, sitzt er nicht allzu weit entfernt von Samia und kann sie durch die üppige Tischdekoration unbemerkt beobachten. Allerdings nicht ohne seiner Tischdame die gebührlich Aufmerksamkeit zu schenken. Als der dritte oder vierte Gang des Diners – genau weiß das Achmed nicht mehr – gab er unbemerkt seinem Diener an der Terrassentür das verabredete Zeichen. Still flüstert er zu Samia „ Jetzt bald mein Mädchen gehörst Dur mir, mir ganz allein und nicht einmal Dein Vater kann das mehr verhindern!“ Lächelnd beugt er sich zu seiner Tischdame, um ihr auf eine von ihr gestellte Frage belanglos zu antworten. Smalltalk beherrscht er aus dem FF, wenn er sich denn nur ein bisschen konzentriert.

 

Keine zwei Gänge des Menüs weiter entstand an der Tür zum Saal ein Tumult und einer der Cowboys, ein kleiner ehemaliger Peon aus Santa Cruz, kam schreiend in den Saal gestürmt. Zuerst verstand keiner der Anwesenden auch nur ein Wort. Doch dann brachte irgendwer den kleinen aufgeregten Mann dazu Luft zu holen und langsamer zu schreien. „Don Marioc … Don Marioc – die Pferde die Pferde, der Stall er brennt lichterloh“ Kopflos stürzt er wieder nach draußen, noch bevor Marioc ihm irgendwelche Fragen stellen kann oder gar noch Anweisungen mitgeben. Kopflos stürmen die Dinergäste hintendrein. Achmed hält sich dabei ganz in Samias Nähe, die wie ein Mantra vor sich hinmurmelt: “Lieber Gott lass Jack und Black Thunder nichts passiert sein.“ als sie an fast erster Stelle aus dem Saal stürzt.

 

Zwei drei der Cowboys haben geistesgegenwärtig die Tore zum Stall geöffnet und scheuchen die Pferde aus dem brennenden Stallgebäude. Eine andere Gruppe ist dabei alles was sich zum Löschen verwenden lässt, mit Wasser zu befüllen und alle übrigen bilden eine Menschenkette bis zum Stall um zu retten, was eigentlich nicht mehr zu retten ist. Samia sucht mit den Augen die Pferde ab, die schon über Norfolk galoppieren. „Wo ist Thunder ….verdammt habt ihr Jack gesehen?“ schreit sie den Männern zu und dann versucht sie in den Stall zu rennen.

 

Achmed handelt geistesgegenwärtig und schnell, das ist die Chance auf die er gewartet hat. Er reißt Samia in seine Arme und hält das zappelnde Mädchen fest. Aus seiner Hosentasche zieht er ein Tuch und drückt es auf Samias Mund. Aus den Augenwinkeln sieht er, wie zwei kräftige Cowboys den alten Jack aus dem Stall führen, der ziemlich benommen taumelt aber offensichtlich lebt. Kein Mensch achtet auf ihn und Samia, welche nun bewusstlos in seinen Armen hängt.

 

Und dann wie aus dem Nichts steht plötzlich Mustafa neben Achmed. „Die Maschine ist startklar und das Pferd ist verladen! Lasst uns hier verschwinden, Herr!“ Sie nehmen die betäubte Samia in ihre Mitte und wandern unbemerkt zu den Fahrzeugen. In Windeseile legen sie Samia auf den Rücksitz des Wagens und schon geht es ab zum Flughafen. „Wie lange wird das Mädchen schlafen, Herr?“ Achmed schaut auf Samia und antwortet lächelnd: „ Hoffentlich bis wir zu Hause sind, Mustafa. Aber auf jeden Fall bis weit nach dem Start.“ Eine Stunde später sind sie in der Luft und Samia liegt neben Achmed auf dem Sitz noch immer schläft sie. Achmed betrachtet die Schönheit und sagt leise zu ihr: „ Jetzt meine Schöne gehörst Du mir. Dein Kleid steht Dir zwar unheimlich wundervoll zu Gesichte, aber Deine Schönheit wird es nicht brauchen. Gott hat Dir alles mitgegeben, was Du brauchst. Nackt wirst Du mir zu Füssen liegen!“

 

(Wie die Geschichte von Samia weitergeht, was das Leben für sie noch bereit hält könnt ihr in „Wüstenprinzessin Samia“ lesen)

 

© Seele Januar 2017