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- Meine Reise in die Erotik

Die Sache mit der Ehrlichkeit …

Die Sache mit der Ehrlichkeit oder muss ich immer mit dem „Pinocchio-Syndrom“ bei den Tops/Doms rechnen?

Meine Reise bringt leider immer wieder bösen Überraschungen zu Tage und ich wünschte gerade diese negativen Erfahrungen würden sich nicht ausgerechnet bei mir so häufen. Bin ich einfach zu naiv, weil ich an das Gute auch in einem Menschen, einem Dom glaube?

 

Das Lügen fängt manchmal ganz harmlos beim Erfinden von neuen Vornamen an, für die beim Auffliegen der kleinen Lüge prompt eine schlüssige Erklärung geliefert wird. Doch ist es eine Lüge, wenn ein Mann im Netz Repressalien zu fürchten hat, wenn er in einer Community seinen realen Vornamen angibt?

 

Auch die Erfindung einer Neigung habe ich erleben dürfen und wurde dann gebraucht, als Alibi zu fungieren, frei nach dem Motto: „Guck ich hab ne Sub, ich bin Dom.“, um andere Anfängerinnen im BDSM an die Angel zu kriegen. Mir spielte er langjährige Erfahrung vor, die letztendlich auch als nichtvorhanden aufflog. Ist das nun wirklich ein Betrug oder doch nur Inhalt vom Rollenspiel? Ich glaube, ein sehr tolerantes Menschenwesen zu sein, und finde darum, ein jeder mag nach seiner Fasson glücklich werden und wer BDSM nur als Rollenspiel leben bzw. spielen möchte mag dies tun, aber bitte dann mit Ehrlichkeit und nicht so.

 

Ist es eine reine Lüge, wenn sich jemand im BDSM-Kontext als „rein monogam“ bezeichnet, der z.B. auf der einen Seite eine Ehe und auf der anderen eine Spielbeziehung hat und zusätzlich real oder online noch die ein oder andere Spielwiese besucht? In Anbetracht der unklaren Definition des Begriffes „monogam“ kann ich die Frage nicht mit einem eindeutigen ja oder nein beantworten. Nur wenn bitteschön ein Dom sich so verhält dann mit Ehrlichkeit, einer potentiellen Sub vorzulügen, er sei Single, kann nicht der richtige Weg sein. Für mich heißt „rein monogam“ ganz klar eine Beziehung zwischen zwei – nicht mehr in welcher Konstellation auch immer- Partnern und so sollte mein zukünftiger Partner auch denken.

 

Mir stellt sich gerade beim Schreiben meines Blogartikels die Frage, wann fängt Lügen und Betrug im BDSM-Kontext an und wie vereinbaren gerade die Lügner das dann mit der Ehrlichkeit und dem Vertrauen, das gerade beim BDSM eine so wichtige Voraussetzung ist und das Doms gerne als Grundvoraussetzung von den Subs fordern?

 

Vertrauen kann nicht vorausgesetzt werden, vielmehr muss es sich der Dom verdienen. Dieses gewinnt er, indem er sich öffnet, ehrlich ist und auch indem Fakten geliefert werden, die zeigen, dass er sich redlich verhält und ganz sicher nicht, indem er Vertrauen von dem anderen verlangt.

 

Gibt es keine Doms mehr, die das verinnerlicht haben, oder finde ich solche einfach nicht?

 

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