Die alpine Kletterwand …
wenn das dem Fixieren am Tisch in die Hose geht
Das Wochenende fing so gut an, denn endlich kam mein Herr zu mir. Nachdem wir den Abend damit verbrachten Spielarten real umsetzen zu planen, die meinen Herrn während der letzten Wochen schon virtuell gereizt hatten, sollte am heutigen Vormittag zur Belohnung mein Hintern ausgiebige Beachtung finden und dafür sollte ich heute auch zum ersten Mal am Tisch fixiert werden.
Ich musste wirklich etwas Außerordentliches geleistet haben für eine solche Belohnung. Denn obwohl wir schon wochenlang BDSM in Sessions auslebten, wurden meine Bedürfnisse, was fixieren und Spanken anbelangt, eher gar nicht bis nur sporadisch berührt und ausgefüllt. Ob das dem geschuldet war, dass mein Herr und ja auch eigentlich noch Anfänger war, kann ich nur vermuten.
Ledermanschetten für Hand- und Fußgelenke und ausreichend Seile hatte ich zurechtgelegt. Mit all meinen Sinnen freute ich mich darauf, die Hand und auch den Gürtel zu spüren. Auch die Ankündigung, dass mein Herr ein neues Schlaginstrument mitgebracht hatte und dass er in meiner Wohnung gerade ein weiteres Instrument gefunden hatte, das sich hervorragend eignen würde, meinen Hintern zu behandeln, sorgte für eine innere Vorfreude.
Aber erst einmal stand die Fixierung an und das Verhängnis nahm seinen Lauf. Die Tatsache meines kaputten Rückens, macht es nicht unbedingt leicht, eine angenehme Fixierungsposition einzunehmen, aber mein Herr war sehr zuversichtlich, dass wir das hinbekommen werden. Vergessen hatten wir beide, dass die Form meines Tisches noch für Schwierigkeiten sorgen könnte.
Stabil war er ja, massive Eiche, und ja auch die Höhe passte hervorragend zu meiner Körpergröße, hatte ich mich doch schon des Öfteren in den Sessions drüber gebeugt. Doch Beugen und Fixieren waren zwei paar Stiefel, wie mein Herr und ich schnell feststellen sollten. Nach seinem Befehl „beug Dich über den Tisch!“, der mich komplett in unserem Spiel ankommen ließ und der darum meinen Puls beschleunigte, ging es los.
Mein Herr legte mir die Manschetten an den Handgelenken an und fixierte sie dann oberhalb meines Kopfes rechts und links am Tischbein. Das funktionierte ob der langen Seile noch hervorragend. Die Spannung in mir wuchs und meine Erregung auch, scheinbar auch seine, denn er ließ meine Fußgelenke nicht lange ohne Manschetten.
Und an diesem Punkt machte uns die Anatomie des Tisches echt ein Problem, denn die Tischbeine befanden sich in einer Position, in der es unmöglich war, meine Beine ohne Brüche zu fixieren. Nach mehrmaligem vergeblichen Versuchen, gab mein Herr auf. Seine und auch meine Lust hatten sich in Frust gewandelt und selbst die Hiebe mit dem Gürtel, die er mir wegen der versprochenen Belohnung dann doch noch gab, änderten daran nix mehr.
© Seele 2018