BDSMLOGO

- Meine Reise in die Erotik

Wenn Utopia wie eine Seifenblase zerplatzt …

Wenn Utopia wie eine Seifenblase zerplatzt …

Es war so schmerzhaft, als er damals ging. Diese Hölle, die ich da erlebte war grausam. Doch ich stand wieder auf, ertrug den Schmerz und nur der Himmel wußte, wieviel Kraft mich das gekostet hatte. Da kam dieser Anruf von ihm, er wollte mich zurück, holte mich zurück. Er gab mir die Hoffnung, dass es diesmal anders ist. War ich naiv, weil ich glauben wollte? Hatte ich mir selbst etwas vorgemacht, als ich ihm glaubte? Es gab doch Zeichen, warum habe ich sie nicht gesehen?

 

Ich ließ es zu, dass mich der Mann aus der Hölle zurück holte, in die er mich gestoßen hatte. Ich setzte die Scheuklappen auf und folgte….. Und wo gelangte ich hin? Genau in die Hölle, aus der ich bereits mehrfach ausgebrochen und entkommen war. Jetzt muss ich der Fairness halber hin zu fügen, dass er mich nicht jedes Mal dorthin führte, aber er tat es dieses Mal.  Und was tat ich? Ich sah zu … nein … ich lief sogar weiter auf seinem verhängnisvollen Weg.

 

Dass ich zu einem Zombie mutiere, einer lebenden Toten, kannte ich doch schon, also warum beschwerte ich mich? Ein Zombi hat keine Tabus und schon gar keine Gefühle. Gefühle sind anstrengend, also ist für den Dom doch alles ok, wenn ich keine mehr habe, ich war dann ja nicht mehr anstrengend. Es zählte doch nur was Dom will und fühlt. Man verbannt die Sklavin in einen Schrank, solange sie krank ist und oder nicht so funktioniert, wie man will und irgendwann erinnert man sich halt, dass da ja noch wer ist, den man benutzen und erniedrigen kann.

 

Wer war ich, dass ich mich beschweren durfte?  Eine Sklavin, deren Träume zerplatzen wie Seifenblasen und die so dreist ist, da nicht weiter mit zu spielen. Eine Frau, die stark genug ist, sich gegen das Erfrieren der Seele zu wehren…. Und zu gehen.

 

© Seele 2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert